Labor Medienökologie (LME)

»The word media ecology implies the study of environments; their structure, content and impact on people.« Neil Postman, 1971

Am­bi­ent Tech­no­lo­gies wie Smart­pho­nes schaf­fen neu­ar­ti­ge Um­welt­be­zü­ge zwi­schen Mensch, Natur und Tech­nik. In dem Labor Me­di­enökologie (LME) der Hoch­schu­le Of­fen­burg un­ter­su­chen wir diese Ge­fü­ge­bil­dun­gen in Form klei­ner Ver­suchs­auf­bau­ten. Die Stu­die­ren­den ent­wer­fen und rea­li­sie­ren Ex­pe­ri­men­tal­sys­te­me, die ihnen Handlungs­mög­lich­kei­ten im Kon­text einer künst­le­ri­schen For­schungs­pra­xis auf­zei­gen.

Im Fokus un­se­rer Ar­beit ste­hen Raum­in­stal­la­tio­nen und in­ter­ak­ti­ve Fil­m­an­wen­dun­gen, die in den drei Pha­sen Kon­zep­ti­on, Produktion und Reflektion gestalterisch überarbeitet werden. Durch die Ver­mitt­lung von theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Grund­la­gen aus den Be­rei­chen der Me­di­en­kunst, der Me­di­en­wis­sen­schaft, der Me­di­en­in­for­ma­tik, der Grafikprogrammierung sowie des Physical Computing unterstützen und begleiten wir die studentischen Explorationen. Je nach Anwendungsfeld finden Sensordaten aus der unmittelbaren Umgebung, Daten aus dem Internet oder generative Werte Verwendung.

Die Ent­wick­lung der An­wen­dun­gen wird von einem ­phä­no­me­no­lo­gi­schen An­satz be­glei­tet, um die entworfenen Medienökologien künstlerisch zu beforschen. Im Zentrum stehen dabei Fra­gen der Umweltbildung, der Trans­me­dia­li­tät und der In­ter­ak­ti­on.

 

MEDIENÖKOLOGISCHE FORSCHUNG

2016 WASTE LAND – Parasitäre Struktion im Anthropozän

Das Projekt verhandelt die Frage, wie Materie, Organismen und Geographien im Zeitalter der Technosphäre als relationale Verbindung auf einer Ebene mit dem Menschen gedacht werden können. Die künstlerische Forschung fokussiert auf umweltliche Gefügebildungen und den Umgang mit Ressourcen im Vergleich zweier Müllverwertungssysteme in Kairo und in Südbaden.

2015 BUZZ – Parasitäre Ökologien

Das Wespenlabor am Indian Institute of Science in Bangalore (IISc) wird zum temporären Wirt des künstlerischen Forschungsparasiten BUZZ. Verschiedene Formate wie Skypeperformances, Screenings, wissenschaftliche Experimente, Diskussionen und Foren schaffen interdisziplinäre Schnittstellen zwischen Epistemen und Forschungspraktiken. Stadtinsekten, Ektoparasiten, tropischer Regen und begleiten den künstlerischen Erkenntnisprozess.


PRESSE

»48h Waste Land« Badische Zeitung vom 07.06.2016

»Störungen ergeben die Ästhetik« Offenburger Tageblatt vom 06.10.2015

»Alles beeinflusst alles« Badische Zeitung vom 15.05.2015