Studieninhalte

Warum Unternehmens- und IT-Sicherheit studieren?

Um den Aufgaben des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein, bedarf es eines ganzheitlichen Sicherheitsmanagements mit vorbereitenden, vorbeugenden, erkennenden und reaktiven Sicherheitsmaßnahmen.

Hier entsteht daher ein großer Markt für Experten, die sowohl die technischen Kenntnisse für einen sicheren IT-Betrieb beherrschen, aber auch mit betriebswirtschaftlichem Denken und Management-Aufgaben vertraut sind. Dazu gehören Risikoanalysen, die Erstellung von Sicherheitspolicies, Mechanismen zur Zugangskontrolle, Backup und Desaster Recovery, sowie ein organisiertes IT-Incident Management für Unternehmen und deren kritische IT-abhängige Strukturen.

IT-Sicherheitsexperten müssen über ein fundiertes Spezialwissen verfügen, um sich auf wechselnde Einsatzgebiete und Aufgaben einzustellen. Globale Vernetzung, wachsender internationaler Datenaustausch und die Offenheit des Internets erfordern geeignete Sicherheitsmaßnahmen. Neben Qualifikationen zu Problemlösungen im technischen Bereich müssen Bewusstseinsbildung, Gruppendynamik und prozessorientierte Umsetzung erfasst und Mitarbeitern sowie Management entsprechend kommuniziert werden. Projektmanagement, Controllingaktivitäten und Rechtssicherheit runden das Berufsbild ab.

Ziel und inhaltliche Ausrichtung

Einzigartig an einer deutschen Hochschule realisiert der Bachelor-Studiengang Unternehmens- und IT-Sicherheit die Verschmelzung der Kompetenzfelder Betriebswirtschaft, Informatik und IT-Sicherheit unter einem gemeinsamen Dach.
In einem praxisorientierten Studium richtet er sich mit einer ganzheitlichen Sicht an der Problematik des Begriffes der Unternehmens- und Organisationssicherheit aus. Hier werden Experten für das Thema der Informations- und IT-Sicherheit im modernen Unternehmensumfeld ausgebildet.

Der siebensemestrige Bachelor-Studiengang Unternehmens- und IT-Sicherheit bietet eine umfassende Ausbildung für Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Organisation und dem Betrieb von Computersystemen und Netzwerken sowie der Übertragung, Speicherung und Archivierung von elektronischen Daten und zur Sicherstellung der Informationssicherheitsprozesse in Unternehmen und Verwaltungen.

Kernkompetenzen

Die Studierenden erlangen in diesem Studiengang unter anderem die folgenden gefragten Qualifikationen:

  • Solide technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Fundiertes Know-how in moderner Computertechnik und Informatik
  • Expertenwissen auf dem Gebiet der IT-Sicherheit und Neuer Medien im digitalen Zeitalter der Wissensgesellschaft
  • Betriebswirtschaftliches Denken
  • Unternehmensorganisation und -kommunikation
  • Personalführung, Projektmanagement
  • Konzeption, Konfiguration und Betrieb sicherer Computernetze durch detaillierte Kenntnisse im Bereich modernster Software-, Computer- und Kommunikationstechnologien
  • Praktische Kenntnisse von Methoden und Tools zu Schwachstellenanalysen und der Entwicklung von Software für sichere IT-Systeme

Den Studierenden wird ein anwendungsbezogenes, herstellerunabhängiges und produktübergreifendes Know-how in den Bereichen Daten- und Prozesssicherheit, IT-Schutzmechanismen, sowie deren Integration in den Unternehmensworkflow vermittelt. Die hierbei erworbenen Fähigkeiten ermöglichen ihnen im späteren beruflichen Einsatz branchenunabhängig die sicherheitsrelevanten Erfordernisse für ein Unternehmen zu erkennen und anzuwenden.

Zudem werden die wesentlichen Aspekte aus Technik, Management und Recht in praktischen Übungen angewendet und vertieft.

Englisch als zusätzliche Fachsprache, Persönlichkeitsbildung und die Ausprägung sozialer Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit durch praktische Teamarbeit, Gruppenarbeit in Laboren, Praktika und Seminaren sind wichtige begleitende Elemente während der gesamten Ausbildungsdauer.

Die Bedeutung der IT-Sicherheit

Die Informatik hat sich den Weg in alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens gebahnt. Die meisten Arbeitsabläufe erfolgen heutzutage elektronisch. Dazu gehören umfassende Mobilität und die weltweite Ausrichtung wirtschaftlicher Aktivitäten zum Grundansatz vieler Unternehmen. Sensible Informationen zu Neuentwicklungen, Verträge, Terminabsprachen oder Kundendaten werden dabei digital gespeichert und über riesige Netzwerke kommuniziert.

Doch nicht nur das Wirtschaftsleben hat sich digitalisiert und global vernetzt, sondern auch die Wirtschaftskriminalität. Jährlich entstehen Milliardenschäden durch Computerviren und gezielte Einbrüche in die IT-Netze von Firmen und Institutionen. Zudem erfährt Industriespionage völlig neue Dimensionen in einer Zeit, in der mobile Datenträger die Möglichkeit zum Datentransport in Sekundenschnelle eröffnen, wo man früher mehrere Kartons voller Aktenordner benötigt hätte.

Die Sicherheit von Computer-Systemen und Daten wird in der digitalen Informationslandschaft also immer mehr zu einem zentralen Problem. Beim elektronischen Geldverkehr, der Verwaltung elektronischer Dokumente und dem Umgang mit personenbezogenen Datenbeständen sind Sicherheit, Schutz vor nicht autorisiertem Zugriff und Missbrauch von vitalem Interesse.