Medienproduktion zu Klimawandel + Agenda 2030

Das Foto zeigt Prof. Dr. Heiner Behring (2. von rechts) Prof. Götz Gruner (2. von links) von der Hochschule Offenburg während der ersten Kooperation mit der Universität Veritas in San José in Costa Rica 2012.// Foto: privat

Themenschwerpunkte der „Costa-rikanisch-Panamaisch-Deutschen Hochschulallianz für Medienentwicklung in einer lebenslang lernenden Gesellschaft“ sind Medienproduktionen zum Klimawandel und der Agenda 2030 mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Die Fakultät Medien der Hochschule Offenburg wird in diesem Projekt in Costa Rica mit der Universidad de Costa Rica/UCR, der Universidad Estatal a Distanica/UNED, der Universidad Técnica National/UTN und der Univesidad Federada Judas Tadeo und in Panama mit der Universidad del Arte GANEXA und der Grupo Experimental de Cine Universitario/UP zusammenarbeiten. Das Projekt wird im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs für Studierende – BWS plus, einem Programm der Baden-Württemberg Stiftung, umgesetzt und über drei Jahre mit einer Summe von 132 000 Euro finanziert.

„Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem, aber das wirklich große Problem der Gegenwart und Zukunft, DIE Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist der Klimawandel“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Heiner Behring. „In dem Kooperationsprojekt mit Costa Rica und Panama möchten wir in einer gemeinsamen Medienentwicklung und mit kooperativ produzierten Filmen ins Bewusstsein rufen, dass der Klimawandel keine lokale Angelegenheit ist, sondern die Lebensgrundlage der Menschen auf der ganzen Welt bedroht.“ In vier Workshops und dreimonatigen Studienaufenthalten an den beteiligten Universitäten sollen die Teilnehmenden die örtlichen Gegebenheiten und Strukturen kennenlernen. Länderübergreifende Arbeitsgruppen werden sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und dem Erreichen der 17 Nachhaltigkeitsziele auf beiden Kontinenten in audiovisuellen Projekten auseinandersetzen: Ziel der Medienprojekte ist es, eine breite Öffentlichkeit über Ursachen und Folgen von länderspezifischen Problemen der Klimaveränderungen aufzuklären und einen globalen Zusammenhang deutlich zu machen.

Korrespondierend zu den Medienprojekten stehen im Rahmen des BWS plus-Projekts die Ausbildungsstrukturen, die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den teilnehmenden Ländern im Fokus. Es soll zum Beispiel eruiert werden, in welcher Form die Hochschule Offenburg Bemühungen Costa Ricas und Panamas zur Einführung der dualen Berufsausbildung unterstützen kann. Ein weiteres Projektziel ist die Unterstützung zur Teilnahme der Filmproduktionen auf Filmfestspielen in den jeweiligen Ländern. So soll zum Beispiel das trinationale studentische Filmfestival SHORTS um Beiträge aus der europäisch-mittelamerikanischen Kooperation erweitert und ein interessierter Blick aus der trinationalen Oberrheinregion auf die studentischen Filmproduktionen von Costa Rica und Panama geworfen werden. Die Laufzeit von drei Jahren ermöglicht es zudem, solide Grundlagen für eine Überführung des Projekts in Hochschulpartnerschaften mit Costa Rica und Panama zu schaffen.

Projektleiter Prof. Dr. Heiner Behring hat über seine Lehrtätigkeit in der Fakultät Medien hinaus zahlreiche, in erster Linie dokumentarische Filmprojekte realisiert und kennt Costa Rica und dort arbeitende Filmregisseure persönlich. Als Leiter der SHORTS ist Heiner Behring bestrebt, junge Filmemachende auf ihren Wegen zu unterstützen und ihnen mit dem Filmfestival ein Forum zum Austausch und Dialog zu bieten. Die Projektkoordination hat Dipl.-Wirt.-Ing. Heinz-Dieter Ritzau inne. Er ist seit mehr als zehn Jahren regelmäßig in Mittelamerika und hat 2011 die ersten Costa-rikanischen Filmfestspiele in Deutschland organisiert. Ritzau ist zweiter Vorsitzender des Freundeskreises Alajuela-Lahr und in der Kommunalen Klimapartnerschaft und der Nachhaltigkeitspartnerschaft der Partnerstädte Alajuela und Lahr aktiv. Heinz-Dieter Ritzau hat mit seinen sehr guten Kontakten in Costa Rica und Panama immer wieder Regisseuren aus diesen Ländern die Möglichkeit gegeben, ihre Filme in Baden-Württemberg und insbesondere in der Hochschule Offenburg persönlich zu präsentieren.

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifizierten Studierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten mehr als 25 000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln beziehungsweise junge Menschen aus dem Ausland einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs vergeben. www.bw-stipendium.de

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus

Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich circa 1,2 Millionen Euro dotierte Programm wird seit 2011 ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 90 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Die Baden-Württemberg Stiftung

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verant-wortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de