Neue Wege der Inklusion

Die Kommunikation mit taubblinden Menschen ist sehr schwierig, was dazu führt, dass Betroffene nur wenig in die Gesellschaft einbezogen werden. Doch moderne Technologien können dazu beitragen, dies zu ändern. Wie das geht, haben Mübeyra Erku?, Nico Levicki, Pascal Hoffmann und Tim Wenz von der Fakultät Medien der Hochschule Offenburg jetzt in einer Projektarbeit unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Korn und Prof. Sabine Burg de Sousa Ferreira festgehalten. Kein Bild und eine lange Stille – so führt ihre 26-minütige „Suitceyes Documentary“ den Zuschauer zunächst an die Situation taubblinder Menschen heran. Den Machern gelingt es auf diese Weise, einen lebendigen Eindruck der alltäglichen Herausforderungen taubblinder Menschen zu vermitteln. Anschließend stellen sie das europäische Projekt SUITCEYES vor, in dem Mitarbeitende des Affective & Cognitive Institute (ACI) der Hochschule Offenburg gemeinsam mit einem internationalen Konsortium haptische Technologien für intelligente Kleidungsstücke entwickeln. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Taubblindheit über ein intelligentes Wearable – eine mit Minicomputer, Kamera, Echolot und Vibrationsmotoren ausgestatteten Weste – die direkte Kommunikation mit ihrer Umwelt zu ermöglichen. So soll das Leben der Betroffenen entscheidend verbessert werden.

Der Film entstand im Sommersemester 2020 unter Einhaltung strengen Corona-Regeln – inklusive eines Flugs zu einem Partner in Schweden. Prof. Oliver Korn zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das jetzt veröffentlicht wurde: "Ich bin sehr beeindruckt von der professionellen Arbeit unserer Medienstudenten. Sie haben es unter schwierigen Umständen geschafft, ein komplexes internationales Forschungsprojekt auf eine unkomplizierte und berührende Weise zu dokumentieren."